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HERZLICH WILLKOMMEN auf der Homepage der
Familie GANSEFORTH und des Hotels ZUR SILBERNEN GANS in
Dersum (Emsland).
Das
Dorf Dersum gehört politisch zur Samtgemeinde Dörpen. Unser
Landgasthof liegt im Ortszentrum an der Hauptstraße 24, nur wenige
Meter von der Pfarrkirche Sankt Antonius entfernt. Kirchlich gehörte
Dersum jahrhundertelang bis Mitte des 19ten Jahrhunderts zur
Pfarrgemeinde Steinbild, seit einigen Jahren ist unsere Kirchengemeinde,
gemeinsam mit der Filiale Sankt Michael zu Neudersum, in die
Seelsorgeeinheit Heede eingegliedert.
Ich heiße Gerd
Ganseforth und bin, wie mein Vater, Großvater und Urgroßvater es
waren, Gastwirt. Meine Vorväter waren außerdem noch Bäcker,
Posthalter, hatten einen "Kolonialwarenladen" und betrieben
eine kleine Landwirtschaft. Wir leben nun in der vierten Generation im
selben Haus.

In Dersum sind wir seit gut 400 Jahren als Bauern ansässig. Damals
heiratete mein Urururururururgroßvater Hermann Gosevoort oder
Gansevoort die Erbtochter Elske Bertermann. Die Dersumer Ganseforths und
ihre Nachkommen auf dem Bauernhof (Familie Schwarte) wurden und werden
nach dieser Elske "Elsken" genannt. Seitdem mein Urgroßvater
Otto Ganseforth den elterlichen Hof verlassen und sich als Bäcker
selbstständig gemacht hatte, heißt seine Familie und Nachkommenschaft
im Volksmund "Backers".
Bevor die Ganseforths nach Dersum kamen, waren sie schon seit
unvordenklichen Zeiten in Haren/Wesuwee ansässig gewesen. Unser
Familienname leitet sich von einer Gänsefurt in der Nähe unseres
Stammhofes ab. Der Flurname "Goseforth" in der heutigen Stadt
Haren(Ems) erinnert an diesen Ursprung unseres Geschlechtes.
Der Bäckerberuf kommt in unserer Familie schon Anfang des 15ten
Jahrhunderts vor. Damals lebte in der -heut niederländischen- Stadt
Groningen die damals zum Heiligen Römischen Reich gehörte, ein Bäcker
namens Hermann oder Harmen Gosevoort oder Gansfort. Der war, so heißt
es verheiratet mit einer Adligen aus dem Geschlechte Clant, einer
Tochter des Häuptlings Henrik Clant zu Scharmer. Deren Schwester Odilia
war die Frau des damaligen Groninger Bürgermeisters Koppen Jarghes.
Hermann hatte einen Sohn, Wessel oder Johannes Wessel Gansfort, der
wegen seiner Gelehrsamkeit von seinen Zeitgenossen
LUX MUNDI (Licht der Welt) genannt wurde. Wessel war Leibarzt des
Bischofs David von Utrecht, eines Bruders des Herzogs Karl des Kühnen
von Burgund, und Freund des Papstes Sixtus IV., des Erbauers der
Sixtinischen Kapelle.

Im 17ten Jahrhundert sind zahlreiche Gansevoorts (wie der Name zu
der Zeit überwiegend geschrieben wurde) als Bäcker, häufig auch als
Bierbrauer tätig, sowohl in der Stadt Groningen als auch im
Groningerland.
Bierbrauer war auch Harmen Harmense Gansevoort, der
um 1650 nach Amerika auswanderte und mit großer Wahrscheinlichkeit im
ältesten Teil unseres Dersumer Stammhauses geboren
wurde. Alice Patricia Kenney hat ein wunderbares
Buch über den amerikanischen Zweig unserer Familie geschrieben. (The
Gansevoorts of Albany, Syracuse 1969).
Leendert war der erste in der Neuen Welt, damals
"Nieuw Nederland" genannt, geborene Gansevoort. Er ehelichte Catarina
de Wandelaar aus einer alten niederländischen Familie. Ihr Sohn
hieß wiederum Harme(n). Von ihm gibt es kein Bild, wohl von seiner
Frau, Magdalena Douw.
Dann kommt der Revolutionsgeneral Peter Gansevoort,
der "Hero of Fort Stanwix", unter dem die "Stars and
Stripes" (die Sterne und die Streifen, die amerikanische Flagge)
zum ersten Mal im Kampf gehißt wurden.
Peter hatte eine hübsche Tochter mit Namen Maria,
die die Gattin des Kaufmanns Allan Mellville wurde. Allans Vater war
Mayor Thomas Melvill von schottischen Adel. Der gemeinsame Ahnherr der
amerikanischen Melvilles mit Wilhelm dem Eroberer auf die britische
Insel gekommen.
Allan Melvilles und Maria Gansevoorts Sohn Herman
Melville (benannt nach seiner Mutter Bruder Hermann Gansevoort) gilt
als einer der bedeutendsten Schriftsteller Amerikas, ja der
Weltliteratur. Wer kennt nicht seinen zweimal (1956 und 1997) verfilmten
Roman "Moby Dick", die Abenteuergeschichte vom weißen Wal?
Im Emsland und zumal im beschaulichen Dersum (das freilich immerhin eine aufstrebende Industrie mit u.a. der weltbekannten Glashersteller- und veredeler-Firma
Hero-Glas aufzuweisen hat) verlief unsere Familiengeschichte weniger "sensationell". Wir waren einfache Bauern, von denen einige das Bürgermeisteramt bekleideten (auch der gegenwärtige Dersumer Bürgermeister Hermann Schwarte gehört dazu als Sohn der letzten Ganseforth auf dem Dersumer Stammhof); ein Hermann-Heinrich Ganseforth war Generalvikar des Bischofs von Osnabrück (der Diözese, zu der Dersum kirchlich gehört); Dr.Heinrich Ganseforth ist der gegenwärtige Chef der Verkehrsbetriebe
ÜSTRA in Hannover, Professor Monika Ganseforth geb. Dessel SPD-Bundestags-Abgeordnete.
Mein Urgroßvater Otto Ganseforth verließ den elterlichen Hof und machte sich als Bäcker und Gastwirt selbständig in einem bescheidenen Haus unweit der neugotischen katholischen Kirche St.Antonius. Auch die 1987/88 renovierte Dorfpost war bis zur Eröffnung der Postagentur im Textilhaus
Hunfeld 1999 in unserem Hause untergebracht und wurde von der Familie verwaltet. Seit Aufgabe der Bäckerei aus personellen Gründen im Jahre 1980 und Schließung des Gemischwarenladens 1984 (?) haben wir uns zunehmend auf die Gastronomie konzentriert.
Unsere immer wieder erweiterten und umgestalteten Säle und weiteren Räumlichkeiten bieten die Möglichkeit zu Veranstaltungen vielerlei Art und werden gern für Hochzeits-, Geburtstags- und andere Familienfeiern sowie Betriebs- und Vereinsfeste, Sitzungen, Bälle usw. genutzt.
Unser über 500 Jahre altes Familienwappen zeigt eine silberne Gans in blauem Feld. Deshalb heißt unser kleines dörfliches Hotel
"Zur Silbernen Gans". Es verfügt über 5 Doppelzimmer und 1 Einzelzimmer sowie 3 "Ferienwohnungen", die alle mit Naßzelle und Fernseher, teilweise mit Balkon, ausgestattet sind. Wir bieten in erster Linie Übernachtung mit (reichhaltigem) Frühstück an. Fahrradfahrer sind herzlich willkommen und haben die Möglichkeit, ihre Räder unterzustellen. 
Das Hotel Zur Silbernen Gans befindet sich in Ortsmitte an der Hauptstraße, die in nördlicher Richtung nach
Heede/Dörpen, südlich nach
Walchum weiterführt,ist jedoch trotz der zentralen Lage ruhig und gleichsam "im Grünen" gelegen.
Nächste Bahnstation (7km) für Regionalzüge aus Richtung Emden bzw. Münster ist Dörpen. Vom den Verlauf der Ems begleitenden Radfahrweg gelangt man auf dem (gepflasterten) Emsweg nach wenigen hundert Metern auf die Hauptstraße. Linkerhand grüßt die
Silberne Gans.
Im Dorf Dersum gibt es noch drei weitere Gaststätten: den Dersumer Dorfkrug ganz in unserer Nähe an der Kirchstraße; die Wirtschaft von
Käthe Kampen-Schulte in Wehrtannen an der Straße nach Heede sowie im Ortsteil Neudersum den
Dorfkrug (Grummel-Kremer).
Dersum wird im neunten Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt in einem Register des Klosters Corvey an der Weser. Als ursprünglich reines Bauerndorf auf einem Landrücken angelegt, hatte Dersum nie einen Adelssitz wie zum Beispiel die Nachbardörfer Ahlen, Düthe, Heede und Steinbild, und auch keine geschichtsträchtige Kirche, wie sie Heede und Steinbild besitzen; keine "Sehenswürdigkeit", wohl aber eine sehr schöne Landschaft mit zum Beispiel der von einer Emschleife gebildeten idyllischen "Halbinsel" des rätselhaften Namens
Rodo, wo es früher einen Reiherhorst gab und heute noch Wildschwäne brüten. Und zwischen Dersum und Walchum steht noch eine alte, flügellose Mühle.
Dersum bietet sich gleichsam als Ruhepol an, um von hier aus Ausflüge zu unternehmen: sei es zur unmittelbar am Emsfluß gelegenen uralten Steinbilder Kirche mit der
Madonna der Fahrensleute in ihrem Inneren, die einst, in einer Nische der Außenmauer stehend, von den vorbeifahrenden Schiffen mit Hupen begrüßt wurde, sei es zum
Haus Campe der uradeligen Freiherren von Dincklage (auf deren Stammburg im Oldenburgischen der
Löwe von Münster Bischof Clemens August Kardinal Graf von Galen, der den Nazis die Stirn bot, geboren wurde), das, da bewohnt,allerdings nur von außen betrachtet werden kann, sei es nach Heede mit seiner
Tausendjährigen Linde in einem einstigen Burghof, zur mittelalterlichen Kirche
Petrus in Ketten oder zum neueren, der Gottesmutter unter dem Titel
Regina Universorum (=Königin des Weltalls)
gewidmeten Gotteshaus, für so manche Besucher ein Ort des Gebetes, der Besinnung, vielleicht der Neuorientierung, auch wohl des Trostes und der
Ermutigung, Zeugnis örtlicher Marienfrömmigkeit und Erinnerung an die ausgehenden Dreißigerjahre des vergangenen Jahrhunderts, als vier zwölf- bis vierzehnjährige Schulmädchen aus dem Dorf ungeachtet vielfacher Widerstände behaupteten,
Jene, die für uns Sünder bittet, habe sich ihnen gezeigt, mit ihnen gesprochen und sich die
Königin des Weltalls und Königin der Armen Seelen
(Arme Seelen= Verstorbene in der "Läuterung") genannt.
Der Heeder Badesee lädt ein zum Schwimmen, Surfen, kurzum: zur Erholung und Kurzweil. Richtung Papenburg lohnt sich in Aschendorf der Besuch des
Gutes Altenkamp (wechselnde Ausstellungen, Konzerte u.ä.), einst Sitz der
Drosten des Emslandes, die einmal die Stadt Papenburg als Fehnkolonie gründeten. In Papenburg lockt die
Meyer- Werft mit dem weltgrößten Trockendock, von dem aus atemberaubend große und schöne Kreuzfahrtschiffe in ebenso atemberaubender Weise den "engenWeg" bis ins offene Meer geleitet werden. Papenburg ist auch das Tor zu Ostfriesland, und die Inseln sind nicht mehr so weit.
Die Dersumer Gemarkung grenzt an das Königreich der Niederlande, das meistens gemeint ist, wenn man "Holland" sagt. Das malerische Dorf
Bourtange dort lädt sommers zu einem Spektakel in seine rekonstruierte Festung ein. 
Zwischen Dörpen und Lathen (zweitnächste Haltestelle für Regionalzüge) verläuft "der"
Transrapid, die Versuchsstrecke der Magnetschwebebahn, die einen Besuch und eine "Probefahrt" wert ist. Südlicher bei
Haren befindet sich um das Schloß der Freiherren von Landsberg-Velen herum das
Ferienzentrum Dankern, das deutschlandweit wohl größte.
Von Dersum aus kann man auch den Hümmling erkunden mit der höchsten Erhebung des doch ganz flachen Emslandes, seine steinzeitlichen
Hünengräber (riesige Findlinge); bei der "Hümmlingsmetropole"
Sögel ist schließlich das ehemalige barocke
Jagdschloß Clemenswerth eines Prinzen aus und von Bayern, des Wittelsbachers Clemens August, in Personalunion bzw. Doppelfunktion Kurfürst-Erzbischof von Köln und Bischof von Münster, sehens- und einen Besuch wert. Daß die emsländisch-bayerische Liebe auf Gegenseitigkeit beruhen muß, sieht man daran, daß es auch hier im "EL-Autokennzeichenbereich" Wirtschaften gibt, die sich "Bayerischer Hof" nennen, und
Erdinger Weißbier ausgeschenkt wird, weshalb nicht nur "Nordlichter", sondern auch Bajuwaren und die noch südlicher wohnen, in der
Silbernen Gans
gastfreundlich aufgenommen werden...
Hier ein paar alte Fotos unseres Gasthofes in Dersum:
Copyright: Gerd &
Hermann Ganseforth/Dersum
Der deutsche Text und die Übersetzungen ins Englische,
Französische, Niederländische und Schwedische wurden von Hermann
Ganseforth/Dersum erstellt.
Disclaimer:
Das Landgericht Hamburg hat mit dem Urteil
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